2d - Visuelle Wahrnehmung
Elementare Phänomene der zweidimensionalen Wahrnehmung. Ein Handbuch für Künstler und Gestalter.

Beim dem Buch „2d – Visuelle Wahrnehmung“ handelt es sich um eine komprimierte Ansammlung verschiedenster optischer Wirkungsweisen. Der Verfasser des Buches, Moritz Zwimpfer, ist selbst als Grafikdesigner tätig und unterrichtete viele Jahre an der Schule für Gestaltung in Basel in den Bereichen Farbmethodik und Grafikdesign. Im Jahr 1994 verfasste er dieses Buch anlässlich des Autonomieverlusts des Betrachters, welcher der manipulierenden Bildwirkung seiner Umwelt ausgesetzt ist.

Tagtäglich muss das menschliche Auge unzählige visuelle Reize in Sekundenbruchteilen verarbeiten. Dies geschieht meist noch ehe das bewusste Begreifen des Gesehenen einsetzen kann. Dabei werden die im Auge eintreffenden Informationen nach bestimmten Regeln geordnet und gedeutet.

Moritz Zwimpfer bietet in diesem Buch eine weite Übersicht zweidimensionaler Wahrnehmungsregeln und erläutert diese anhand zahlreicher Beispiele. Häufig geht ihnen eine Fragestellung voraus, die den Betrachter zum aufmerksamen Studieren der Abbildungen auffordert um die Eindrücke somit im Selbstversuch nachvollziehbar zu machen. Das Buch deckt in 18 Kapiteln eine Vielzahl von Gestaltungsmethoden ab. Darunter fallen Bereiche wie Kontrastwirkung, Farbrelationen, Gruppierungen, Größen-, Form- und Richtungsverhältnisse, sowie Räumlichkeit und emotionale Wirkung.

Im folgenden sind einige Auszüge aufgelistet:

Simultankontraste erklären die Veränderung, also eine Minderung oder eine Steigerung, des objektiv vorhandenen Kontrastes. Benachbarte Farben beeinflussen sich stets gegenseitig.

 

Farbraster und Schwarz-Weiß-Raster unterscheiden sich stark voneinander. Verkleinert man sie jedoch, so nehmen sie einen ähnlichen Grauton an. Buntfarben neutralisieren sich bei optischer Mischung.

 

Die rechteckige Fläche wird zum Kubus, wenn man davon zwei Ecken schräg absagt und sich ein Sechseck generert.

 

Räumliche Wirkung und Vorstellung von Transparenz sind abhängig vom Verhältnis der drei Farben zueinander.

 

Diese Gesetzmäßigkeiten werden von vielen Gestaltern mehr oder weniger intuitiv genutzt, ohne sie allerdings bewusst analysiert zu haben. Somit will Moritz Zwimpfer mit „2d - Visuelle Wahrnehmung“ keine neue Gestaltungslehre erzeugen, sondern vielmehr Anregungen für die gestalterische Praxis bieten.

Abbildungsnachweis

  1. Rasterpunkte, Original von Moritz Zwimpfer, 82 x 98 mm. 1994, mit freundlicher Genehmigung des Niggli Verlags.
  2. Simultankontrast, Original von Moritz Zwimpfer, 74 x 90 mm. 1994, mit freundlicher Genehmigung des Niggli Verlags.
  3. Raum durch Winkel, Original von Moritz Zwimpfer, 74 x 30 mm. 1994, mit freundlicher Genehmigung des Niggli Verlags.
  4. Raum durch Farbe, Original von Moritz Zwimpfer, 100 x 75 mm. 1994, mit freundlicher Genehmigung des Niggli Verlags.

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