Was ist Design - Capire il Design
Epochen, Stile, Schulen und große Namen

In diesem Buch wird die Evolutionslinie der Alltagsgegenstände und deren Entwicklung dargestellt. Mit der Aufklärung von wichtigen Fachbegriffen, über den historischen Werdegang von Gebrauchsgegenstände, hin zu Epochen/Strömungen und Schulen, bereitet dieses Buch einen leichten Einstieg in ein durchaus komplexes Thema. Dinge erzählen Geschichten, tagtäglich.

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*OXFORD ENGLISH DICTIONARY 1588,

"Ein vom Menschen erdachter Plan oder Schema von etwas, das realisiert werden soll."

"Ein erste zeichnerischer Entwurf für ein Kunstwerk (...) oder ein Objekt der angewandten Kunst, der für die Ausführung eines Werkes verbindlich sein soll."

 

*Duden, 2012

"Formgerechte und funktionale Gestaltgebung und daraus sich ergebende Form eines Gebrauchsgegenstandes o.Ä.; Entwurf(szeichnung)"

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Die Evolution des Design - Design ist keine technische Disziplin/Theorie, sondern geschichtlicher Werdegang beruhend auf: Ideen, Idealen, Glaube und Aberglaube, Individualismus und Gruppenzugehörigkeit. Allumfassend menschlich.

 

"Design ist Kunst die sich nützlich macht" - Plakat von Studio Mendell & Oberer, München für die Neue Sammlung München (1984)

 

Die Wurzeln des Design liegen im ständigen Bestreben der Menschheit, die Lebens- und Arbeitsverhältnisse zu verbessern; in funktionaler, sozialer und ästhetischer Hinsicht. Design entspringt aus den angewandten Künsten.

Design als Prozess - Der Faktor "Mensch" beeinflusst die Gestaltung, die wiederum eng mit technischen, ökologischen und wirtschaftlichen Faktoren verknüpft ist.

Eine sich neuerfindende Gesellschaft - Der Ursprung der Artenvielfalt, in der Welt der Dinge, liegt im behauenen Stein. Es gibt/gab Kulturen ohne Städte/Architektur, aber nie ohne Dekoration/rituelle Formen.

 

"Design trägt zu einer höheren Lebensqualität bei, unter Berücksichtigung und Einbindung von viel Sensibilität, Intelligenz und Fantasie auf die sich verändernden Bedürfnisse, um diese sinnvoll ins kulturelle, wirtschaftliche und ökologische Umfeld einzubinden." - Gerhard Heufler, Graz (2006)

 

Archetyp = ursprüngliches Modell das einem Neuen zugrundeliegt. Der einzelne Gegenstand ist ein provisorischer Endpunkt einer ganzen Entwicklungsreihe.

Primärobjekte führen zu neuen - Generationen von Duplikaten - Reproduktionen - Kopien und Varianten - Reduktionen und Transpositionen - und verbesserten Versionen, durch Entwicklung und Gebrauch.

Design schafft immer etwas Neues; geht es aber um die Überarbeitung von bereits bestehenden Dingen, ist der Begriff "Redesign" zutreffender.

 

Veränderung von Form/Material - Alltagsgegenstände sind Träger von allegorischer/symbolischer Natur (seit Beginn der Zivilisation) und entstehen aus kultureller Notwendigkeit. Sie sind Gegenstände des alltäglichen Lebens/Gebrauchsgegenstände; Werkzeuge; Möbel und Wohnaccessoires.

 

Serienproduktion - Hierbei handelt es sich um eine formale Gleichheit/Standardisierung; eine technische und formelle Nachbildung eines Ausgangsmodell/Archetyp. Die Serienproduktion ist kein Merkmal der Industrie. Bis zu 120 Arbeiter fertigten möglichst ähnliche Keramiken in griechischen Werkstätten an (ca. 400 v. Chr.). Im Mittelalter kamen erste Richtlinien für bestimmte Eigenschaften von Gegenständen auf. Textilgewerbe, Uhrmacherhandwerk und Buchdruck waren Vorboten der Industrialisierung im 15. Jahrhundert.

 

Erste industrielle Prototypen - Mit der Industriellen Revolution kam der Einsatz von neuen Techniken und der massenhaften Nutzung bislang wenig verwendeter Grundstoffe (Eisen/Steinkohle). Sie bereitete den Weg zum arbeitsteiligen Fabriksystem und der Lohnarbeit als überwiegende Erwerbsform. Seit der ersten Weltausstellung 1851 in London, werden diese auch Schaufenster des kulturellen und technischen Fortschritts genannt.

 

Art Nouveau (Jugendstil) - Die äußerlichen Kennzeichen sind - die Natur als Inspiration - dekorativ geschwungene Linien - flächenhafte florale Ornamente - und Symmetrie. Es kam zu einer gesteigerten Wertschätzung der händischen Arbeit/ Rückkehr zum Handwerk.

 

"Wenn die Arbeit mechanischer Art ist, dann soll mir eine Maschine dabei helfen, aber nicht um mein Werk zu entwerten, sondern um darauf so wenig Zeit zu verwenden wie möglich. (...) es ist die Tatsache, dass wir den Maschinen erlauben, unsere Herren zu sein statt unsere Diener, die heutzutage unserem Leben so sehr schadet." - William Morris (1834-1896)

 

Deutscher Werkbund - wurde am 6. Oktober 1907 in Darmstadt gegründet und war der erste Bund von Kunst und Wirtschaft. Er ist eine Vereinigung von Künstlern, Architekten, Unternehmern und Sachverständigen. Dessen Leitbilder sind: Sachlichkeit, Schlichtheit, Gediegenheit.

 

(Auszug einer Präsentation)


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